Seitenanfang

Die Welt der Scheinriesen

Fortuna Düsseldorf - FC St. Pauli 1 : 1
Paulinenplatz, den 25. April 2016

.
.
.
.
Nun ja. Mal was anderes. Fußball habe ich mir aus sehr verschiedenen Perspektiven angeschaut: auf „meinem Sitz“ in der Gegengerade, früher im Stehen hinter dem Tor in der Nordkurve, zwischendrin mal in der „Süd“, auch auf der Haupttribüne habe ich gesessen, mittendrin im „Kuchenblock“ und immer mal wieder auf den Balkons der Sponsoren. Hundertmal mehr Perspektiven gab es auswärts und erst recht beim Fernsehen. Seit Freitag weiß ich nun auch, wie es in einer „Sportsbar“ zugeht. Ehrlich: das muss ich nicht wiederhaben.

Das war ein hässlicher Kasten. Bei Großereignissen gehen da vielleicht drei-, vierhundert Leute rein. Runtergekommen. Nur zum Geldmachen da. Schäbige Tische, Plastikstühle, genervte Service-Kräfte, labbriges Bier. Eine Riesenleinwand. OK. Aber blasse Bilder. Die ganze Veranstaltung hatte so etwas Künstliches. Nicht die Fernsehintimität und Intensität des Wohnzimmers und mit „live“ hatte das nun gar nichts zu tun. Man tat aber so, als ob. Jedenfalls ab und zu. Das ist nicht mein Weg, Fußball zu erleben. Das ist so´n „Public Viewing“ für Arme. Ab jetzt ohne mich. Auswärtsspiele nur noch am Paulinenplatz. Giovanni, Remo, ich freue mich.

Nun aber zum Spiel. Das erste Tor habe ich gar nichtgesehen. Da war ich noch bei der Anfahrt im Auto. Das ist schon putzig, wenn aus dem Mobiltelefon (“Onefootball“) Torjubel kommt und man bei der nächsten Ampel nachschauen muss, wer denn nun Einsnull führt. Düsseldorf war´s. Da haben sich unsere Jungs von einer Mannschaft, die unbedingt Punkte braucht, wieder mal was abnehmen lassen. Den Rest der ersten Halbzeit, konnte ich dann auf der Großleinwand verfolgen.

Düsseldorf! Ein ganz kleiner Scheinriese! Unsere Jungs hatten viel zu viel Respekt vor den ängstlich improvisierenden Fortunen. Als der FC St. Pauli – leider erst in der letzten halben Stunde – zeigte, wie er spielen kann, war nur noch ein Tor drin. Irgendwie merkte man, dass die Saison dem Ende zugeht. Und dass sie wohl anstrengend war.

Vierter also. Fußball ist gerecht. Vierter Platz, zweite Liga. Das beschreibt genau die Stellung, die wir in der Fußballwelt haben. Zu mehr hat es hinten und (vor allem) vorne nicht gereicht. Alles gut! Ich bin damit hochzufrieden. Fußball-Hochspannung hole ich mir von anderswo (Madrid!! Bremen!! 1860!! …). Bei uns freue ich mich auf drei feine Saisonausklangspiele. Und die Jungs sollen drei Mal so spielen, wie im Rheinstadion in Halbzeit Zwei.

P.S. Eine halbe Stunde nach unserem Spiel in Düsseldorf lief auch das Derby im Volkspark auf der Leinwand in der „Sportsbar“. Sekunden nach dem Abpfiff unserer Partie standen drei Mädels mit Raute bei uns am Tisch. „Das ist unser Tisch! Wir haben reserviert!“ „Entspannt euch. Wir gehen. Aber Austrinken dürfen wir doch noch?“ „Wir haben reserviert! Hier ist die Nummer. Wir wollen da jetzt sitzen.“ Der andere Hamburger Verein! Passt.

Navigationsbild für die Seite Notdienstplan Navigationsbild für die Seite Medikamente vorbestellen Navigationsbild für die Seite Umweltdaten Navigationsbild für die Seite Kundenkarte Navigationsbild für die Seite Magazin Navigationsbild für die Seite Anfahrt Navigationsbild für die Seite Apotheke am Paulinenplatz

Neu! Neu! Neu!

Der Online-Fanshop mit Rabatt für St.Pauli-Mitglieder.
Bitte hier entlang

Öffnungszeiten

Mo - Fr:08:30 - 18:30 Uhr
Sa:09:00 - 13:00 Uhr

Gesundheitslexikon