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"Hast Du schon mal so ein Scheißtor gesehen?"

FC St. Pauli - Karlsruher SC 1 : 2
Paulinenplatz, den 21. Dezember 2015

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Ja, Christian, das habe ich. Ganz oft sogar. Das ist nun mal die Krux im sportlichen Wettbewerb, - wo es „unglückliche Niederlagen“ gibt, da gibt es eben auch „glückliche Siege“. Und von denen haben wir schon den einen oder anderen erlebt. Nicht zu Ungunsten des FC St. Pauli. Ist noch gar nicht lange her.

Es sollte eigentlich ein schöner Abschluss eines schönen Jahres werden. Im Viertel traf ich nur auf Zuversicht, auf Freude und Stolz über ein spannendes und wohlgelungenes Fußballjahr. Wo standen wir vor Jahresfrist? Wie viel mickrige Punkte hatten wir bis Weihnachten eingefahren? Was gab uns Anlass zur Hoffnung, dass uns die vermaledeite Dritte Liga erspart blieb? Sehr, sehr wenig! Aber dann geschah einiges im Verein, - das Engagement von Ewald Lienen ist nur eine, wenn auch entscheidende Neuerung -, was zu einem überaus erfolgreichem Jahr 2015 geführt hat. Zuerst eine spannende, ja dramatische Spielphase, die uns ganz, ganz langsam vom Abstiegsbereich weggeführt hat. Und dann, nach der Sommerpause, Ansätze von Spielkunst, die uns in die Chefetage der Liga geführt haben. Wir St. Paulianer haben die Freude und das Privileg, dies begleiten zu dürfen. Außerhalb unserer braun-weißen Welt kapiert kaum einer, wie wichtig das ist.

„Hast Du schon mal so ein Scheißtor gesehen?“ Jaaa, das tut weh, am Freitagabend unsere Jungs so unnötig untergehen zu sehen. Wir hatten das Heft am Millerntor fest in der Hand. So, wie es sich gehört. Wir führen Eins zu Null. Und das durch jemanden, den wir eigentlich gar nicht mehr auf dem Zettel hatten: Bernd Nehrig. Der kann ja richtig mit Dampf schießen! Der kann die anderen mitreißen! Fast so eine Art zweiter Stürmer neben Lennart Thy. Zweimal knapp daneben, dann an den Pfosten und was weiß ich sonst. Der KSC in Blau, eine ballsichere aber überaus harmlose Nummer, kommt kaum mehr als zwei Mal vor unser Tor. Und macht den Ball zwei Mal rein …

Schade. Für die Jahresabschlussfeier bei GIOVANNI hatten wir uns eine heitere Basis gewünscht. Einen Festtag am Millerntor. Schwamm drüber. Das „richtige Leben“ will es so: nach kurzer Analyse von Ärger und Spiel nahm die Feierlaune zum Ausklang des Jahres überhand und es wurde eine lange und fröhliche Nacht.

P.S. Ewald Lienen macht bei uns einfach alles richtig. Zitat nach dem Spiel, aus der Pressekonferenz: „Zwei krasse Gelbe Karten und zwei klare Elfmeter nicht gegeben, und sich dann noch einen Freistoß auszudenken – damit kann ich schlecht leben!“ Für mich war es sehr beruhigend und auch sehr berührend, ihn gleich nach dem Spiel im freundlich, angeregten Plausch mit dem gegnerischen Trainer zu beobachten. Kein öffentliches Rumärgern, kein falsches Emotionalisieren, keine demonstrativen Affekte für die Tribüne. Sondern das Signal: gegen einen KSC kann man mit Pech, aber auch mit Souveränität und Würde mal verlieren.

Und das lässt sich (ich sachmal: keiner steigt ab oder auf) schon im nächsten Jahr korrigieren.

Uns allen ein spannendes Fußballjahr 2016!

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