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Vorletzter. Aber nicht lange.

FC ST. Pauli - FC Union Berlin 2 : 2

Wir sind nach Strich und Faden verwöhnt worden. Wir kannten es gar nicht anders: seit mehr als drei Jahren ging es beim FC St. Pauli immer nur aufwärts. Und die Mannschaft spielte immer ein bisschen besser. Der Abstieg aus der 1. Liga war ein „Betriebsunfall“ und wurde einfach ausgesessen. Stattdessen gab es Jubiläumsfestspiele.

Nun haben wir den Kater. Stani weg, und der Nachfolger hat sich auch verkämpft. Die Mannschaft: ratlos.

Diese eben erlebten schrecklichen „englischen Wochen“ habe ich klug hinter mich gebracht. Ich war einfach mal weg. Die Ergebnisse der letzten vier Spiele habe ich erst Tage später in Zeitungen entdeckt. Das war auch gut so. Freunde haben mir erzählt, wie sehr sie gelitten haben, beim schlimmen Spätsommerfußball unseres Vereins. Schön, dass mir das erspart geblieben ist. Ahlen!! So etwas wie das Meppen der zweiten Liga. Und dann zuhause ohne Gegenwehr vorgeführt werden!

In Gesprächen am Paulinenplatz hatten wir uns im Sommer auf eine „ganz unspektakuläre Saison“ geeinigt. „Gesicherter Tabellenplatz, irgendwo im Mittelfeld. Sonst wird da nichts laufen“. Doch, da läuft was. Mittelmäßiges kann St. Pauli nicht. Ein Viertel der Spielzeit ist um, die Stammtugenden sind gefragt: Kampf gegen den Abstieg.

Nun gilt es, zusammenzurücken. Und dem neuen Trainer erst mal Raum zu geben. Dieses Gerede in den St. Pauli-Fußballforen zur „Begrüßung“ von Michael Frontzeck ist in wesentlichen Teilen kindliche Besserwisserei und dümmliche Häme. Leider höre ich auch von vielen meiner Freunde, wie ernst sie diese Klugscheißerei nehmen. Ich schlage vor, den krakeelenden Teil unserer Fans erst mal links liegen zu lassen. Und dann eines Besseren zu belehren.

Nun zum Spiel am Freitagabend: geht doch! Aber da gehr noch sehr viel mehr! Unsere Jungs haben angefangen wie in alten Zeiten. Fünf Ecken in den ersten paar Minuten. Dann hinten nicht aufgepasst, nur so eine halbe Attacke auf den Berliner Kapitän. Und wir auf den Rängen, wir wissen doch: der kann schießen! Alle Spieler wissen doch: der kann schießen. Aus 20 Metern, trocken, unhaltbar. Mitten ins Herz. Der Bruch im Spiel. Die Angst unserer Jungs, sich noch mal zu blamieren, war jetzt offensichtlich. Die erste Halbzeit war nur noch Schrecken.

Aber der Wiederbeginn hatte es in sich. Vermutlich hat das Trainertrio Schultz/Meggle/Hain in der Pause die richtigen Worte gefunden. Unser Mohr kämpft nach einer Ecke den Ball ins Tor. Alle Energie war zurück. Der FC zeigt nun, wer Hausherr ist. Auch wenn vieles noch konfus war: - das Führungstor wurde regelrecht erzwungen. Wie in „alten Zeiten“: Ginczeck bedient Bartels mit einem Zuckerpass. Und Bartels weiß immer noch, wie man den Ball reinschiebt. Die Wende war geschafft. Aber 5 Minuten vor Schluss, - ich hatte mich schon halbwegs entspannt zurückgelegt -, da haut der „Tusche“ aus Berlin-Köpenick den Ball noch einmal ins Netz. Und noch einmal ins Herz.

Was erzählt der „Expertenrat“ rund um den Paulinenplatz? „Es könnte eng werden“. „ Diesmal können wir uns keine schwache Rückrunde leisten“. „Ein Mittelfeldmann muss her. Einer, der den Angriff ordnet und den Takt vorgibt.“

Wie wahr! Und wie unwahrscheinlich. Ich fürchte, die Jungs müssen sich, wie weiland Münchhausen, selbst aus dem Sumpf ziehen.

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