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3 Punkte im Übergepäck.

München 1860 - FC St. Pauli 1 : 2
Paulinenplatz, den 6. März 2017

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Von allen guten Geistern verlassen! 1860: 150 Jahre Tradition und heute nur noch der arme Untermieter bei den “Bayern“. Und wie die sich aufführen, die Sechziger! Vor dem Spiel: die Presse wird rausgeworfen. Sie hat kritisch geschrieben. Während des Spiels: der Vorstand der Gastmannschaft wird weggejagt. Er hat zu laut gejubelt. Nach dem Spiel: Herr Ismaik (Wo lebt der? Im 18. Jahrhundert?), der Herr Investor Hasan Ismaik fordert von der Schiedsrichterin eine Entschuldigung. In dieser Arena, bei diesem wildgewordenen Gastgeber, kommt der Fußball auf den Hund. Bitte, lieber Fußballgott, schenke denen einen Abstieg. Und dann die Chance zu einem richtigen Neuanfang.

Der Reihe nach. Ich war also in München. Eine beeindruckende Stadt! Residenz macht einfach mehr her als norddeutsche Kaufmannswelt. Kein Neid. Ich bin 100 Prozent Hamburger. Millerntor, Millerntor und Elbphilharmonie. Und das meiste andere auch.

Die Allianz-Arena? Liegt wie ein fetter UFO in der flachen Landschaft draußen vor der Stadt. Heitere Erwartung kommt da bei Annäherung nicht auf. Und drinnen ist – wie nebenan im „Volkspark“ – auch nur die Betonwelt des öffentlichen Raums. Und entsetzlich viel Platz. Du kommst dir so hineingeschnippt vor. Als treudoofer Konsument. Da fehlt jede Fußball-Wärme. Aber vermutlich ist das die Zukunft eines jeden Sports.

Ich hatte Glück. Großes Glück. Ich war eingeladen in eine Loge. Zusammen mit einem Dutzend weiterer St. Pauli-Anhänger. Wir hatten viel Spaß miteinander. So ein Fußballleben ist voller Geschichten. Und der FC St. Pauli beschert uns täglich neue.

Das Spiel verfolgt man von dort aus einer Adlerperspektive. Die Rückennummern der Akteure waren nur mühsam zu lesen. Das gilt für alle Logen im weiten Rund. Wenn die „Bayern“ dort spielen wird in diesen schicken Lounges nicht sooo großes Fußballinteresse versammelt sein. Ein großer Flachbildschirm läuft über dem angerichteten Büffet. Vielleicht genügt das vielen.

Dann kam das TamTam zur Eröffnung. Da versuchen kleine Leute so zu sein, wie der große Nachbar Bayern München. Mit Pompoms, Abklatschen und ganz viel Fahnen. Das ist arm. Am Rande der Lächerlichkeit.

Nun aber zum Spiel. Da bin ich mittendrin nämlich reingerannt, zum Flachbildschirm. Um zu sehen, ob der Elfer für uns richtig war. Schlauer wurde ich auch nicht. War Auslegungssache. War die angeschossene Hand absichtlich 10 cm vom Körper weg oder ist das noch „natürlich“? Auslegungssache, Sekundenentscheidung, Tor. Danke Bibiana, danke Lasse! Als Aziz dann auch das tut, was ein Stürmer so tun muss, da kam in unserer Ecke richtig Freude auf. Und vor den Nachbarkabinen gab’s ernste Gesichter. Wir haben Asyl gewährt: die versprengten Reste unseres Präsidiums haben die zweite Halbzeit bei uns und mit uns durchgestanden. Und dann nur noch gefeiert.

Sind wir jetzt durch? Die „Experten“ meinten JA. Bei normalem Verlauf der Saison usw. usw. … Aber ihr wisst, was manche Pferde vor manchen Apotheken so machen. Ich scheuch sie weg.

Beim Heimflug mit Air Berlin am saß ich inmitten der Mannschaft. „Schnecke“ Kalla und Waldemar Sobota neben mir, Möller Daehli dahinter. Nach kurzer Zeit erstarb das Gespräch. Die Helden waren müde.

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