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Jetzt bin ich mit meinem Apotheker-Latein ziemlich am Ende

SV Sandhausen - FC St. Pauli 3 : 0
Paulinenplatz, den 24. Oktober 2016

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Ein paar Wochen lang habe ich Glück gehabt. Ich habe kein Spiel meines FC St. Pauli begleitet. Das hatte gute Gründe (ein wunderbarer Urlaub) und weniger gute (ein paar Tage im UKE). Die Schnipsel in der Sportschau mussten genügen. Die waren schlimm genug, aber ich musste mir nicht 90 quälende Minuten antun. Vielen Dank!

Und was höre ich in den Tagen - vor dem Spiel in Sandhausen - hier am Paulinenplatz von meinen Kunden? „Keine Panik!“ „Das regeln wir“. „Das ist eine Kette von unglücklichen Zufällen“. „Noch ein paar Spiele, dann sind wir da unten wieder raus“. „Die Jungs können das. Das haben sie doch bewiesen, in der letzten und der vorletzten Saison. Es kann doch nicht sein, dass ein fehlender Rschatkowski und ein fehlender Alushi den großen Unterschied machen …“. Ich hörte etwas ungläubig zu.

Aber dann sitze ich am Sonnabend um 13.00 Uhr wieder bei REMO´s vor dem großen Fernseher. Und werde immer schlechter gelaunt. Gar nicht mal, weil sie verlieren. So was kann man aushalten. FC Bayern-Gedröhne hat mich nie interessiert. Aber dieses verzagte Herumgekicke unserer Buben, diese Offenbarung beschränkter fussballerischer Mittel, diese Fehler über Fehler über Fehler, - wo ist denn da noch die DNA des FC St. Pauli? Das hat mich nicht nur erschreckt, das hat mich ganz trübsinnig gemacht. Nach dem Dreinull bin ich in der Trattoria aufgestanden und wortlos gegangen. Man fängt dann an, zu grübeln. "Ist das auf dem Rasen überhaupt änderbar? Kann man diese Truppe in absehbarer Zeit auf Zweitliganiveau bringen? Wie denn?"

Ein neues Trainerteam? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass irgendjemand besser zu uns passt, als Ewald Lienen. Er hat auch bewiesen, dass er unsere Mannschaft stabilisieren, motivieren, nach vorne reißen kann. Das sind doch durchgängig keine Fußballstümper. Handwerklich sind sie sogar gut drauf. Manchmal. (Siehe die berühmte erste Halbzeit dieser Saison. Mein Gott, ist das lange her). Es fehlt heute ganz eindeutig fußballerischer Esprit, Spielübersicht, gedankliche Präsenz, Entschlossenheit, Zutrauen, Kampfesmut ... Alles Dinge, die Trainer und Mannschaft gemeinsam aufbauen. Mir wurde zugetragen, dass das Ewalds Stärken sind. Kurzum, mir fehlt die Phantasie für einen anderen Mann als E.L. an der Seitenlinie. Aber welche andere Option hat der Verein noch? Da ist doch alles geregelt. Wir stehen als Vorbild da, in der Zweiten Liga. Nur auf dem ganz falschen Tabellenplatz.

Also: durchwursteln bis zur Winterpause. Sich dabei nicht ganz abhängen lassen. Da geht´s gegen ein paar Mannschaften, gegen die „was zu holen“ ist. Dann tut´s aber auch! (Gegen Aue, gegen Sandhausen war das eigentlich auf dem Plan). Dann muss investiert werden. In eine Handvoll Spieler. Bis auf den Torwart in allen Bereichen. Hinten, in der Mitte, vorne. Aber gibt’s diese Kerle auf dem Fußballmarkt überhaupt? Mit Saff und Kraff? Und trauen die sich? Mit der Option Dritte Liga?

Jetzt hat sich meine Schreiberei dem Wetter draußen auf dem Paulinenplatz angepasst. Das wollte ich gar nicht. Ist aber so. Morgen Abend spielen wir übrigens gegen die „Alte Dame Hertha“ aus Berlin. Pokalspiel gegen Berlin! Da war doch was! Das aufregendste Spiel, das wir in diesem Jahrtausend am Millerntor gesehen haben! Nullzwei, Einszwei, Zweizwei, Zweidrei, Dreidrei, VIERDREI.

STOPP, - morgen geht es darum, nicht mit Pauken und Trompeten unterzugehen. Ich gehe trotzdem hin. Von Vorfreude aber keine Spur.

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