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Irgendwie unten rauskommen

FC St. Pauli - Arminia Bielefeld 2 : 1
Paulinenplatz, den 12. September 2016

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Im Viertel war´s ruhig in den letzten 2 Wochen. Verdächtig ruhig. Jeder Austausch über unseren Fußball, rund um den Paulinenplatz, begann mit einem Achselzucken. Und endete auch so. „Da habe ich mir mehr von versprochen“. „Die hatten doch Zeit sich einzuspielen“. „Im ersten Spiel hatten sie Pech. Jetzt stimmt aber was mit der Kampfbereitschaft nicht“. „Die brauchen ein Erfolgserlebnis, ein Spiel mit Knalleffekt, Du wirst sehen, dann geht das richtig ab …“.

Ich kam zu spät zum Spiel. Apotheker arbeiten manchmal auch am Sonnabend. Eine Minute vor 13.00 Uhr rasselte bei mir das Gitter vor der Tür runter. Zum Glück ist es nicht weit zum Millerntorstadion. 15 Minuten nach Anpfiff saß ich auf meinem Platz. Spielunterbrechung. Die fünfte oder sechste, wurde mir vom Nachbarn erzählt. Ich hätte gar nichts versäumt.

Beide Mannschaften waren noch ohne Sieg in dieser Saison und hatten entsprechende Kampfansagen gemacht. Aggressiv wollten sie sein, sich reinbeißen, dagegenhalten, kämpfen bis über die Schmerzgrenze hinaus, - was man so der Presse erzählt, wenn man unten drin steht. Es gab folgerichtig viel „auf die Knochen“. Schön war das nicht. Nicht für die Spieler, aber auch nicht für uns Zuschauer. Der Schieri schien damit überfordert zu sein. Er hat 7 gelbe Karten verteilt. Aber nach einem undurchsichtigen System. Kein Akteur auf dem Spielfeld konnte sich orientieren. Und wir in der Gegengeraden hatten Anlass zu Pfeifkonzerten.

Fußball gab´s auch. Dieses „Alles-oder-Nichts-Gerenne“, das so gerne mit „Leidenschaft“ umschrieben wird. Muss bei diesem Tabellenstand wohl so sein.

St. Pauli war besser. In allen Belangen. Unsere Jungs hatten deutlich mehr Zug zum Tor. Dieses andauernde Kurzpassspiel, diese x-te Spielverlagerung, dieser mitspielende Torwart, - all das ließ man weg. Schnelles Durchkämpfen nach vorne hieß die Devise. Und dann bitte auch aufs Tor schießen!

So kam es, dass unser neuer Mann im Sturm, Aziz Bouhaddouz, sich beherzt durchfummelte, auch den Bielefelder Torwart stehen ließ und ins leere Tor einschob. Das war so eine Szene, die wir lange am Millerntor vermisst haben. Dynamik, Cleverness und Kraft. Gut eingekauft, Thomas!

Das Gegentor? In fast jeder Mannschaft gibt es einen (unseren kenne ich noch nicht), der den Hammerfreistoß stundenlang geübt hat. Und manchmal ist der auch drin. Unhaltbar, oben im Lattenkreuz. Da darf man eben 19 Meter vor dem eigenen Tor kein Foul spielen! Bielefeld war von nun an – zu Recht – mit einem Unentschieden hochzufrieden und stellte auf 100%-Offensive um. Schönspiel kam nun gar nicht mehr auf. Aber Attacke von Braun-Weiß. Und bei der fünfzehnten Hereingabe von rechts stand unsere zweite offensive Neuerwerbung, Cenk Sahin, genau richtig. Zwei zu Eins. Sieg am Millerntor! In der 90. Minute! Wir hatten allen Grund zum Feiern.

Die rote Laterne ist weg. Jetzt kann die 2. Liga Fahrt aufnehmen. Ich, jedenfalls, habe ein feines Lächeln im Gesicht, wenn ich beim Blick auf die Tabelle sehe, welche Prominenz sich da unten – hinter uns – tummelt: Karlsruhe, Bielefeld, Nürnberg, Kaiserslautern.

Soll´n sie doch kommen!

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